Verband Deutscher Highland-Cattle
Züchter und Halter e.V.

Landesverband Bayern

Landessprecherin:

Birgit Boehm
Zwergern 2a
82432 Walchensee
Tel.: 08858/9412

Beiratsmitglied:

Nikolaus Lefin

Joe Engelhardt

Herdbuch

Fleischrinderverband Bayern e.V. (FVB)

Veranstaltung des Landesverbandes

Bayerische Jungtierschau 2022

Die 2. Bayerische Jungtier- und Bullenschau für Schottische Hochlandrinder fand am 9. April 2022 in Wolnzach statt.

Vielen Dank an die Organisatoren für dieses schöne Schauwochenende und herzliche Glückwünsche an alle ausstellenden Züchter!

Alle Bilder Bayerischen Jungtierschauder Schau finden Sie HIER.

Siegerliste

Richter: Torsten Kirstein

Fotograf: Falk Pommer

Gesamtsieger

Züchtertreffen des VDHC Landesverbandes Bayern

Eineinhalb Jahre nach der letzten Zusammenkunft der bayerischen Hochlandrinderzüchter traf man sich endlich wieder. Dieses Mal  im Rahmen einer Herdenbesichtigung bei Sepp Eham und seinen Hochlandrindern vom Voglherd in Miesbach. Neben Gesprächen über ihre stolzen behornten Rinder  lieben Hochlandrinderzüchter auch das Thema Grünland und Landschaftspflege.  Siegfried Steinberger von der bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft referierte zum Thema „Kurzrasenweide“. 

Maria Sedlmeier

VDHC Landessprecherin Bayern

2019 Züchtertreffen in Unterfranken

Das Sommer Züchtertreffen der Schottischen Hochlandrinder Züchter in Bayern fand am 13. Juli in Nüdlingen in Unterfranken statt.

Wir wurden am Hof der Naturweide Saale/Röhn Gbr bereits erwartet. 

Edgar Thomas der mit seinem Sohn einen 300 ha Ackerbaubetrieb leitet und Florian Memmel der sich um die Hochlandrinder Herde kümmert, gaben uns einen Überblick über die Bewirtschaftungsform und die Tierhaltung. Nach einer Umfangreichen Einweisung ging es in zwei bereitgestellten Kleinbussen los, Ziel waren die Weideflächen in der fränkischen Toskana. Die 25 Mutterkühe die Florian betreut liegen verstreut in einem Radius von 10 km. Da die Unterfränkische Region klein Parzelliert ist, ist es schwierig zusammenhängende Flächen zur Beweidung zu finden. Unser Erster Stop ist in der Nähe von Nüdlingen. Hier werden auf einer Fläche von rund 3 ha 10 Mutterkühe mit Nachzucht gehalten. Der Blick schweift über die Röhn mit ihrem höchsten bayerischen Berg dem Kreuzberg und obwohl das Mittelgebirge so naheliegt sind auch dort die erforderlichen Niederschläge in diesem Sommer ausgeblieben. Es sind nicht alle Tiere Herdbuchtiere. Aber für den Einsatz in der Landschaftpflege ist dies für Florian auch nicht unbedingt erforderlich. Die Fahrt geht weiter Richtung Bad Kissingen. In der Nähe rattern Motorkross Maschinen über einen Sandparcour. Die Herde die hier grast läßt sich davon allerdings nicht stören. Florian erklärt uns wie schwierig es ist hier bei diesen Bodenbedingungen einen Weidezaun zu errichten. Die Humusauflage ist gering und der Untergrund besteht aus Sandstein und anderen harten Gesteinsarten. Nur mal so ein Loch für einen Weidezaunpfahl zu graben ist eigentlich nicht möglich. Die ruhigen Tiere akzeptieren auch einen gesteckten Weidezaun.

Beim Mittagessen im Gasthaus Bärenburg – es gibt Fränkisches Hochzeitsessen natürlich vom Rind – ist Zeit für einen Erfahrungsaustausch. Markus, Florians Vater erzählt, dass er mit der Milchwirtschaft aufgehört hat. Umsatz war immer da, aber der Gewinn wurde immer weniger. Ohne Tiere wollte er aber nicht sein und so unterstützt er jetzt die Naturweide. Den offengelassenen Stall stellt er im Winter für die Highlands zu Verfügung. Nicht alle Weiden haben Wasseranschluss deshalb ist es im Sommer nötig Wasser zu fahren und das wäre im Winter zu aufwendig. Die noch vorhandenen Maschinen und Gerät verleiht er ebenfalls an die Naturweide GbR. Es geht weiter Richtung Rottershausen. Hier oberhalb der Autobahn an der A71 haben wir einen Überblick über die Landschaft, der Wassermangel ist weithin sichtbar mehr braun als grün. Die mitgereisten Züchter aus der Oberpfalz berichten, dass es bei ihnen noch schlimmer sei, kein grüner Halm mehr auf der Weide, es muss schnell regnen. Auf der Weide stehen Büsche und Bäume dies beeinflusst die Vegetation im positiven Sinn. Es ist die dritte Herde die wir uns anschauen und die Unterschiedlichen Abstammungen der Tiere Auch aus alten Blutlinien sind gut zu erkennen. Eine Färsenweide im Wald und eine Jungbullen Herde stehen noch auf dem Programm.

Nach rund 60 km Rundreise sind wir wieder am Hof in Nüdlingen. Edgar hat sich bereits um Kaffee und Kuchen gekümmert und wir sitzen im Garten in lockerer Gesprächsrunde. Ich frage Edgar nach seiner Absicht, wie es mit der Haltung und Vermarktung weiter gehen soll. Es besteht bereits ein Hofladen der von seiner Frau geführt wird. Dort gibt es Eier von den eigenen Hühnern, Nudeln und einige Landwirte aus der Region bringen Gemüse und andere landwirtschaftliche Produkte die von den Kunden gerne angenommen werden. Hier soll noch investiert und die Direktvermarktung weiter entwickelt werden. Auch soll die Landschaftspflege ausgebaut und intensiviert werden. Die weiten Wege werden in Kauf genommen um auch mit den Tieren zu werben. Es gibt noch mehr Pläne, aber dafür braucht es Zeit. Und Zeit nimmt er sich denn am nächsten Tag geht es erst mal für einige Tage in Urlaub, nach Südtirol zum Wandern mit der Familie. Wir bedanken uns bei Florian für einen kurzweiligen eindrucksvollen Einblick in die Haltungsform Landschaftspflege und wünschen Edgar einen erholsammen Urlaub und dass es bald regnet.

Bericht zur 1. Bayerische Jungtierschau in Wolnzach vom 05. und 06. April 2019

von Kerstin Auburger

Unter weiß-blauen Himmel fand die 1. bayerische Jungtierschau in Wolnzach statt. So dringend wir alle nun schon wieder den Regen bräuchten, aber für dieses Wochenende hatte Petrus ein Auge auf uns! Die Idee für diese Schau ergab sich aus einem Gespräch zwischen Züchtern im Sommer 2018. Daraufhin hat sich ein Orga-Team zusammengefunden (Markus Auburger, Josef Schneider, Nikolaus Lefin, Armin Heer und Simon Bayer) – jeder der Herren hatte hier sein Aufgabengebiet, zwischendurch wurde per Telefonkonferenz das Wichtigste besprochen, der Rest erfolgte per WhatsApp-Gruppe.

Am Donnerstagabend, dem 4. April, war es dann soweit: In Wolnzach wurde mit  Züchterkollegen(innen) die Aufstallung errichtet. Die Paneele waren so aufgebaut, dass kein Tier entwischen konnte. Freitag ab 13 Uhr war dann Auftrieb der Tiere, es reisten Züchter aus Bayern, aber auch aus Hessen und Thüringen an. Insgesamt waren es 49 Hochlandrinder.

Am Freitagabend fand der Züchterabend in bayerischer Gemütlichkeit statt. Hier konnte man sich austauschen, neue Bekanntschaften schließen und Freundschaften pflegen. Zudem waren auch viele beim Züchterabend, die keine Tiere im Ring hatten, was uns natürlich alle sehr freute! Unter den Gästen waren u.a. Züchterkollegen aus dem Ausland sowie vom Fleischrinderverband Bayern die 1. Vorsitzende, Frau Erika Sauer mit Ehemann.

Samstag früh ging es dann los mit Kämmen – Stylen – Schönmachen! Von einigen wurde die bayrische Gemütlichkeit bewundert, dass es bei uns so ruhig verläuft. Es kam kein Stress auf. Um kurz nach 10 Uhr wurde dann die Schau eröffnet durch Markus Auburger, gefolgt vom Grußwort unseres Schirmherren, dem 1. Bürgermeister des Marktes Wolnzach, Herrn Jens Machold. Dieser betonte u.a. die Wichtigkeit der Qualität und Regionalität des Fleisches. Die Art unserer Rinderhaltung rückte er besonders in den Vordergrund. Man konnte hier fast meinen, er wäre ein Liebhaber unserer Rasse! Danke für die schönen Worte! Moderatorin im Ring war an diesem Tag die Mentalbäuerin Elke Pelz-Thaler – für sie war es eine Premiere, die ihr aber sehr gut gelungen ist! Als Richter fungierten im Ring: Karl Scholler (vom AELF Schwandorf) gemeinsam mit Karl-Heinrich Winter (HC-Züchter aus Bad Berleburg) – die beiden begründeten jede Stellungnahme – was den Züchtern sowie auch den Zuschauern einen guten Einblick gab in die jeweiligen Platzierungen. Ihr Augenmerk legten sie vor allem auf gutes Gangwerk und das Skelett – der Satz „denn wenn es unten nicht passt, wie soll es oben passen“ war immer wieder zu hören! Unsere zwei Ringstewardessen Birgit Böhm und Claudia Treu sorgten dafür, dass der Ablauf reibungslos über die Bühne ging.

Außerhalb des Schaurings waren auch Aussteller: Monika Horn von Horn21, der Fleischrinderverband Bayern, vertreten durch Ruth Burmann, der NHC – Shop (vertreten durch Günther Brand und Ehefrau) sowie die Baywa. Aber auch die Kinder (von Fam. Schneider und Fam. Auburger) wollten einen Stand für Kinder machen – und so organisierten wir eine kleine Mal- und Bastelecke. Der Partyservice vom Freitagabend versorgte die Besucher und Züchter am Samstag mit Getränken und Speisen vor Ort.

Rund um den Schauring waren Besucher, Angehörige, Interessierte sowie  Züchterkollegen aus ganz Deutschland und aus dem Ausland! Ebenso befand sich Herr Konrad Wagner, unser bayrischer Zuchtleiter, unter den Gästen. Ein weiterer wichtiger Mann im Ring war unser Fotograf Christian Habel, welcher schon am Freitag aktiv war, um unsere Tiere ins beste Licht zu rücken. Bis zur Mittagspause waren es acht Ringe mit weiblichen Tieren. In der Mittagspause fand die Bullen-Körung durch Konrad Wagner statt. Der Bulle von Fam. Bayer „Caspar vom Blauenhain“, gezüchtet von Anke Koch,  wurde mit 8/7/8 gekört. „Lenny von der Wolfzahnau“, Züchter und Besitzer ist Helmut Schachner, wurde mit 8/7/7 gekört. Danach ging es weiter mit drei Ringen der männlichen Tiere.

Im Anschluß mussten nochmals alle Erstplatzierten der weiblichen Tiere in den Ring – die Richter machten es spannend, wer denn hier Gesamtsiegerin sein sollte und sie entschieden sich für Zafira vom Berger Moos, Züchter und Besitzer ist Armin Heer. Reservesiegerin wurde dann Shaila von Asbach, Züchter und Besitzer ist Josef Schneider. Im Anschluß mussten dann alle männlichen Erstplatzierten in den Ring –  hier entschieden sich die Richter für Cäsar vom Lehenholz,  Züchter und Besitzer sind Kerstin und Markus Auburger; Reservesieger wurde hier Picasso von Asbach, Züchter und Besitzer ist Josef Schneider.

Die beiden Gesamtsieger bekamen jeweils eine Leckwanne von der Fa. Baywa gesponsert. Für den Züchter mit der weitesten Anreise, Reinhard Berdi, wurde ein Überaschungspaket von Monika Horn von Horn21 überreicht. Im Anschluß wurde noch der Züchterpreis an Josef Schneider vergeben – der Wanderpokal hierfür wurde vom NHC gespendet! Alle Züchter wurden noch auf einem Gruppenfoto festgehalten, jeder bekam eine Erinnerungstafel von der ersten bayerischen Jungtierschau überreicht. Danke an den Spender Nikolaus Lefin. Die Schau verlief ohne Zwischenfälle und es gab keine Unfälle, was uns das Wichtigste war. So schnell vergeht dann ein schöner eindrucksvoller Tag – viele Züchter reisten an diesem Tage noch ab – aber oft mit einem „Danke für eine schöne und gut organisierte Schau“. Des gfreit uns Bayern natürlich sehr!

Trotzdem blieben  noch einige Züchter und Gäste übrig und wir verbrachten den Abend noch in einem Wirtshaus zu einem gemeinsamen Abendessen und zum Abschluß einer gelungenen Schau  – die Gesamtsieger verteilten noch Laternenmaßen an die Tische – was für einige etwas Neues war! (Auch für die Bedienung! 🙂 ). Am Sonntag fanden sich  wieder Helfer(-innen) zum Abbau – sodass bis Mittag alles fertig war. Zu vergessen ist zum Schluss nicht die Familie Kastner, welche uns ihr Areal kostenlos  zur Verfügung stellte. Der kostenlose Wasseranschluß kam von Familie Schäch. Dass der „Mist“ wieder von der Wiese kam, dafür sorgte Herr Grassl.

Ich hoffe, ich habe nun niemanden vergessen  –  das Orga-Team und ich (die Verfasserin), wir sagen:

„HERZLICHES VERGELT’S GOTT AN ALLE

die zu dieser wunderschönen und eindrucksvollen Schau beigetragen haben

(angefangen vom A wie Amtstierärztin bis Z für die, die uns die Zaunabsperrung gebracht haben).“

 Herzlichen Dank an unsere Pokalspender:

  • Kerstin und Markus Auburger
  • Willi Bange
  • Manuela und Ernst Dannheim
  • Maria Eichstetter
  • Theo und Renate Eickhof
  • Johann Helml
  • Sylvia und Hubert Hörmann
  • Gerold Lintelmann
  • Anna und Gerhard Rockenschaub
  • Josef Schneider
  • Tilman Schöffel

 

Detaillierte Ergebnisliste:  1.JTS-Bayern-Ergebnisse.pdf

Hier gibt es den Schaukatalog als PDF: Schaukatalog-online.pdf

Fotos zur Schau sind online: https://photos.app.goo.gl/MT1a1hPeaWEuydFaA

Der Neusässer Helmut Schachner mit einem seiner Schottischen Hochlandrinder
Zwei Wochen altes Kälbchen des Schottischen Hochlandrindes

Schottische Hochlandrinder pflegen Naturschutzgebiet Wolfzahnau in Augsburg

Erfahrungsaustausch Bayerischer Hochlandrinderzüchter 2018 in Augsburg

Übermütig hüpfen derzeit fünf frischgeborene Kälbchen Schottischer Hochlandrinder über die Weiden in der Wolfzahnau. Es ist eine Grünflache mitten in Augsburg, zwischen den beiden Flüssen Lech und Wertach. Mit ihrem wuscheligen Fell, und der Kennmarke im Ohr, sehen sie wie kleine, lebendige Kuscheltiere aus. Neugierig und zutraulich sind die possierlichen Kälber, ihre Eltern dagegen imponieren mit ausladenden, spitzen Hörnern und einem Gewicht um circa 450 Kilogramm, ein stattlicher Bulle kann es sogar bis auf 700 Kilogramm Lebendgewicht und mehr bringen. Die Untere Naturschutzbehörde hatte das Projekt „Wolfzahnau“ angeregt und mit dem Neusässer Hobbyzüchter Helmut Schachner den passenden Kooperationspartner für dieses Landschaftsschutzprojekt gefunden. Die genügsamen Wiederkäuer pflegen die Flächen, fressen Gras, Heu und auch kleine Zweige und wirken dadurch einer Verbuschung des Grünlandstreifens schonend entgegen. Am Wochenende trafen sich rund 25 Züchter aus ganz Bayern in Augsburg, um ihre Erfahrungen auszutauschen. 

 

Die Herde in der Wolfzahnau hat Helmut Schachner größtenteils in Magdeburg gekauft. Eine Anzeige im „Highlander“ gab den Anstoß. Seither grasen die Tiere in Augsburg. „Es braucht einige Erfahrung im Umgang mit den Hochlandrindern“, erklärt Helmut Schachner. Die Jungtiere weiden derzeit auf Flächen im Landkreis Augsburg, und die Muttertiere mit ihren Kälbern in der Wolfzahnau. Allgemein gelten diese Tiere als gutmütig, doch bei Gefahr zeigen sie auch ihr Temperament. „Als ich mich einmal um ein verletztes Kälbchen kümmern wollte, da verteidigte das Muttertier ihr Junges und rammte mit voller Wucht den Traktor“, erzählt Schachner. Sicherheitshalber trat er erst einmal die Flucht an. „Man muss sich schon um die Herde kümmern, und durch den häufigen Kontakt gewinnen die Tiere vertrauen.“ Helmut Schachner ist den Umgang mit Rindern gewohnt, er ist auf dem elterlichen Bauernhof in Neusäß groß geworden. 

Thomas Hüttl hingegen kommt aus einer ganz anderen Berufssparte. Als Chirurg hat er schon ein hartes Arbeitspensum und seine Frau Tanjia ebenfalls, sie ist Anästhesistin. Den Ausgleich schaffen sie sich dadurch, dass sie sich in ihrer Freizeit um ihre Schottischen Hochlandrinder kümmern. Die Tiere hätten ein sehr gemeinschaftliches Sozialverhalten. Freundschaften in Gruppen und auch zwischen Jungtieren verschiedenen Alters lassen sich beobachten. Die Kälber sind verspielt und tollen mitunter wild auf der Weide herum. „Es ist einfach herrlich den Tieren zuzusehen“, so Thomas Hüttl. Mit zwei Jungtieren und einem Ochsen hätte das Ehepaar das Abenteuer Schottische Hochlandrinder zu halten begonnen. Es sei schon ein Hürde gewesen, eines der Tiere zum Schlachter zu bringen, und das Fleisch dann zu Hause in der Küche zuzubereiten.  Die hervorragende Qualität und der köstliche Geschmack des Fleisches allerdings überzeugten die Hobbyzüchter. Zwischenzeitlich grast auf ihrer Weide im Fuchstal Moosmühle eine 25köpfige Herde. Hüttls sind leidenschaftliche Hobbyzüchter geworden, und um die Abnahme müssen sie sich keine Gedanken machen.  Auch ihr Freundeskreis und die Verwandten wissen zwischenzeitlich um die hohe Qualität des Fleisches.

„Diese wundervolle Tierrasse wäre beinahe ausgestorben“, erklärt Landesvorsitzender Claus-Dieter Klose. In Schottland gab es nur mehr wenige Herden, so auch eine im Besitz von der Queen Elizabeth. Mitte der 70iger Jahre wurde man in Deutschland auf dieses friedfertige Hausrind aufmerksam und begann die Tiere auch auf dem Kontinent zu züchten. Zwischenzeitlich habe sich der Bestand erholt und erfreue sich immer mehr Liebhaber. Dabei gehe es um Rassezucht mit exakt gepflegten Herdbüchern, die den Stammbaum eines jeden Tieres belegen. „Auch in unserer Region gab es früher Rinderrassen, die an die jeweilige Region, an das Futter und die klimatischen Verhältnisse angepasst waren“, erklärt der Fachmann. „Die Massentierhaltung habe diese robusten Rassen verdrängt“. Erst seit Kurzem gäbe es wieder Fördermaßnahmen zum Erhalt alter, hiesiger Rinderrassen.  Die deutschen Rinder wären ebenso gut zur Zucht geeignet, wie das Schottische Hochlandrind. 

Mit der kommerziellen Tierhaltung können und wollen die Züchter des Schottischen Hochlandrindes nicht konkurrieren. Sie schätzen diese Rasse wegen der besonderen Eigenschaften und der hohen Qualität des Fleisches. Ihre Genügsamkeit  und Winterhärte sind besonders für die Bewirtschaftung von Magerwiesen oder Naturschutzprojekten geeignet. Das lange Deckhaar und der zottelige Haarschopf schützen sie vor Wind und Wetter. Durch ihr geringes Gewicht verursachen sie kaum Trittschäden an den Böden. Das schaffe Platz für Wildpflanzen, Wiesenblüher, Amphibien und Vögel und somit ein friedfertiges Miteinander in der Natur.