Ökologische Vielfalt

Der Ölkäfer

image003Die Larve lebt 3 Jahre im Boden. Das Weibchen legt jeweils im Abstand von 2-3 Wochen zwischen 3000 und 5000 Eier. Die Larven klettern auf Blüten und lassen sich von (bestimmten) erdbewohnenden Wildbienen in deren Nester transportieren. Großes „Try and Error“- Risiko. Für viele Larven ist „Gefressen werden“ die Option. Dort schmarotzen sie an Eiern und Pollenvorräten. Wieder „Try and Error“ – Risiko. Es müssen Kolonien von bodenbrütenden Wildbienen sein, damit die Proteinquantität stimmt. Und es muss ein Standort sein, der ungestört und mehrere Jahre – trotz Sukzession – hintereinander für diese Wildbienen geeignet ist. Die Wahrscheinlichkeit ist am ehesten in Magerrasen- und Extensivgrünland auf sandigem Boden gegeben.

Kurzum: Wer so viele Extrawürste will, steht auf der Roten Liste.

Kurios: In Honig gekocht, wurde er im Altertum als Potenzsteigerndes Getränk genutzt; aufgrund der „Nebenwirkungen“ später als zuverlässiger Hinrichtungstrank. Auch eine interessante Karriere.

Foto eingesendet von C. Treu
Expertenantwort von: J. Engelhardt