Verband deutscher Highland
Cattle Züchter und Halter e.V.
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Worauf sollte man beim Kauf von Highland-Cattle achten?

Der Entschluss ist gefasst, Highlands sollen auf die Weide, aber auf welche Dinge sollte man besonders achten, damit die Highland-Cattle gleich von Anfang an Freude machen?
Informieren Sie sich über das Angebot. Name und Adresse von Züchtern, die Tiere anbieten erfahren Sie vom VDHC, aus unserer Internetseite und natürlich aus diesem Katalog.

Verwenden Sie zur Zucht nur Herdbuchtiere! Denn sie sind über Generationen hinweg reinrassig gezüchtet und vereinen in sich alle positiven Merkmale dieser Rasse. Beim Herdbuchtier ist die Abstammung durch die Zuchtbescheinigung gesichert. Der für alle Rinder nötige Rinderpass benennt nur die Mutter. Der Rinderpass muss beim Transport des Tieres mitgeführt werden!
Wenn sie tragende Tiere kaufen, lassen Sie sich die Trächtigkeit bestätigen. Sie benötigen auch eine Kopie des Zuchtpapiers von dem Bullen der die Kuh gedeckt hat. Damit kann das Kalb ins Herdbuch eingetragen werden.
Kaufen Sie, gerade als Anfänger, nur Bullen mit einem Körindex, der Ihnen garantiert, dass der Bulle in der obersten Herdbuchklasse (Herdbuch A/ Elite) eingestuft ist. Kontrollieren Sie die Zuchtbescheinigung und vergleichen die Ohrmarkennummer mit der Ohrmarke des Tieres. Kaufen Sie zahme Tiere die an einem Halfter geführt werden können. Bei Zuchtbullen ist ein Nasenring von der Berufsgenossenschaft vorgeschrieben.
Die Tiere die Sie kaufen, sollten von einer amtstierärztlichen Bescheinigung begleitet werden. Darin wird die Brucellose- Leukose- und Tbc- Unverdächtigkeit des Herkunftsbestandes sowie dessen letzter Untersuchungstermin bescheinigt. Darüber hinaus sollte für Ihr Tier auch die Freiheit von BHV1 (IBR/IPV) bescheinigt sein. In machen Kreisen findet auch eine BVD Sanierung statt.

Nach mehr oder minder langem Suchen stehen nun Ihre Highland-Cattle auf dem Hof – was nun?

Jeder neue Rinderbestand ist beim Kreisveterinäramt anzumelden. Sie bekommen eine Betriebsnummer und melden damit alle Tierbewegungen in und aus Ihrem Betrieb gemäß der Viehverkehrsverordnung (VVVO) bei einer bundesweiten Meldestelle (HIT) an und ab. Der Amtstierarzt veranlasst die regelmäßig nötigen Untersuchungen Ihres Tierbestandes auf Brucellose- Leukose- und Tbc- Unverdächtigkeit. Die Untersuchung auf BHV1 ist in jährlichem Rhythmus per Blut- oder Milchprobe vorzunehmen. Eine BVD/MD Untersuchung ist zu empfehlen, da sie wohl in absehbarer Zeit zur Pflicht wird.
Für die Tiergesundheit sind regelmäßige Kontrollen und Behandlungen gegen innere und äußere Parasiten nötig. Die einzelnen Maßnahmen gegen Magen- Darm- und Lungenwürmer, Leberegel, Finnen sowie Läuse und Haarlinge besprechen Sie mit Ihrem Haustierarzt.
Als Züchter, nicht aber als Halter, müssen Sie im Herdbuchverband in ihrem Bundesland Mitglied werden. Denn nur er ist berechtigt die Zuchtbescheinigungen auszustellen, Bullen zu kören und Kühe zu bewerten. Die zusätzliche Mitgliedschaft im Bundesrasseverband, dem Verband Deutscher Highland-Cattle Züchter und Halter e.V. (VDHC) ist freiwillig und jedem anzuraten. Der VDHC hat in jedem Herdbuchgebiet einen Landesverband in dem die Betreuung der Züchter und Halter von den Landessprechern und Beiräten gewährleistet wird. Sie organisieren mit den Mitgliedern Tierschauen, Herdenbesichtigungen und Züchterstammtische für Fortbildung und Erfahrungsaustausch. Die VDHC Mitgliederadressen und die beim Herdbuch reservierten Herdennamen werden im Internet und im jährlich erscheinenden HC-Journal gelistet. Das Zuchtbullenregister im HC-Journal mit den in den Mitgliedsherden eingesetzten Bullen und deren Abstammung, ist eine wertvolle Hilfe wenn Sie frisches Blut in Ihre Herde bringen wollen.

Und nun noch ein paar Hinweise zum Umgang mit den Tieren. Wie machen Sie sich bei ihnen bekannt und beliebt? Bei den meisten Highland-Cattle geht die Liebe eindeutig durch den Pansen!
Am leichtesten ist die Gewöhnung, wenn man gerade in der ersten Zeit die Tiere mit einem Eimer Getreideschrot besucht. Rinder müssen im Sommer genügend Gras und im Winter ausreichend Heu oder Silage vorfinden. Sie brauchen außerdem immer reichlich frisches Wasser (bis 40 ltr.) zur freien Verfügung.

Nun wünschen wir Ihnen viel Freude mit Ihren Schottischen Hochlandrindern.